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Hortus Conclusus
Gartenverband

Gartentipp

Seit dem Bestehen unseres Internetauftritts präsentieren wir Ihnen jeden Monat aufs Neue ein interessantes Thema rund um Flora und Fauna.
Thematisch orientieren wir uns dabei an der Jahreszeit und sind bestrebt, komplexe Zusammenhänge auf das Wesentliche komprimiert und auch für den Nicht-Botaniker verständlich aufzubereiten.






Bambus - Das Allround-Wunder 

Mindestens 360 Milliarden weltweit, davon 60 Milliarden allein in China und 90 Milliarden in Indien. Was sich wie Zahlen eines Konjunkturprogramms liest, ist die Quadratmeterangabe für die Verbreitung einer der häufigsten und robustesten Pflanzen unseres Planeten.
Die Rede ist vom Bambusgewächs.

Nicht ohne Grund gilt die Pflanze in Asien traditionell als vielseitiger Baustoff. Verbunden mit einer leichten Verfügbarkeit, erzeugt durch große Schnelligkeit im Wuchs, eignet sie sich ideal als Werkstoff. Richtig getrocknet ist sie in der Sabilität den Harthölzern sogar überlegen. Und dabei weitaus leichter und elastischer. Aus diesem Grund findet der Bambus seit Jahrhunderten Verwendung beim Bau von Straßen, Booten, Fahrrädern, Wasserleitungen und Gerüsten, bis hin zu technischen Konstruktionen wie Brücken und Häusern. Neben der ökologischen Nachhaltigkeit zeigt sich insbesondere in Erdbeben gefährdeten Gebieten, dass Bauten aus Bambus bei Erdstößen wesentlich besser gewappnet sind, als jene, die aus Lehmziegeln errichtet wurden.
Inzwischen wird sein Einsatz zwar durch andere Materialien stark reduziert, mit seinen essbaren Bambussprösslingen oder auch als Zierpflanze erfreut sich der Bambus hingegen wachsender Beliebtheit.

Eine späte Erfolgsstory, da der Bambus auf sämtlichen Kontinenten beheimatet ist, in Europa bisher jedoch (sowie in der Antarktis) eine Ausnahme bildete. Ob der Artenvielfalt kann China getrost als Mutterland des Bambus angesehen werden und führt mit über fünfhundert bekannten Arten klar die Rangliste an. Immerhin noch 130 Arten wachsen allein in den schroffen Anden. Betrachtet man die relativ geringe Fläche Japans, bedeuten die dort ansässigen etwa hundert, meist kleinwüchsigen, Spezies eine überwältigende Vielfalt.

Einige Bambusarten können bis zu 38 Meter hoch werden. Und auch beim Blühen werden sie teils extrem. Erscheinen nach 25 Jahren die ersten Blüten, geschieht dies so zahlreich und ausdauernd, dass die Pflanze sich erschöpft und ganz oder bis auf das Rhizom abstirbt. Dieses Phänomen war vor einiger Zeit in Kleinmachnow, vor den Toren Berlins, zu bewundern.

Die Pflanze ist zwar tropischen bis subtropischen Ursprungs, manche Arten jedoch fühlen sich auch in kalten Gefilden wohl. So bildet eine Art in der östlichen Andenkette noch bei 4700 m über dem Meeresspiegel ein undurchdringliches Dickicht und wächst bis zur Schneegrenze. Auch im Himalaja steigen einige Arten bis auf 3800 m über NN. Aufgrund dieser Eigenschaft und da Bambus eine immergrüne Pflanze ist, eignet sie sich ideal für deutsche Gärten.


80% aller in Deutschland angebotenen Bambussorten sind robust, winterhart und verkraften kurzzeitig Temperaturen bis −20 °C. Die meisten der in Deutschland anzutreffenden Bambusarten verbreiten sich per Rhizomen, die bis zu 30 cm unter der Erdoberfläche wachsen und teilweise erst nach mehreren Metern wieder einen Trieb entwickeln.

Zu den wichtigsten Arten in unseren Gefilden sind zu zählen:

  • Arundinariinae Fargesia (Horstbildend)
  • Shibataeinae Phyllostachys (Rhizombildend)
  • Arundinariinae Sasa & Pseudosasa (Rhizombildend)
  • Viridistriatus plei bastus (Rhizombildend)

Unser Amber-Tipp:
Um lange Freude am immergrünen Wuchs zu gewährleisten, ist es unbedingt notwendig, Rhizomsperren (Wurzelsperren) in der Erde um den Bambus setzen zu lassen.
Nur so erreichen Sie ein kontrolliertes Wachstum und vermeiden spätere Überraschungen über ungebetene Gäste in fremden Gärten.

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Dünger - es geht auch Bio

Für den Lebensmitteleinzelhandel wird es nicht leichter: Nun muss er auch noch auf den steigenden Bio-Trend reagieren. Die Nachfrage zu nachhaltig produzierten Lebensmitteln steigt beständig und der Verbraucher erwartet inzwischen selbstverständlich, sie im Regal vorzufinden.

Anbieter von biologischen Lebensmitteln waren und sind die Gewinner der letzten Jahre. Einzelne biologische Marken sind inzwischen zu regelrechten Trendmarken avanciert und umweltbewusste Verbraucher identifizieren sich gerne mit ihnen. Aber auch im Bereich der Gartenpflege macht sich dieser Sinneswandel bemerkbar.

Die Gartenwelt spricht stets über ihn. Häufig wird er als schlecht und giftig abgetan. Und doch ist er für alle Pflanzen unabdingbar: der Dünger.

Dieser kann grob in zwei Arten unterteilt werden. Zum einen in die, durch den Einsatz von Energie und dem Zuführen von Chemie, bearbeiteten Salze - die sogenannten mineralischen Dünger. Zum anderen in die, seit kurzem vermehrt zu findenden, organischen Dünger. Diese bestehen größtenteils aus unbehandelten tierischen oder pflanzlichen Stoffen und können somit als echte Bio-Alternative angesehen werden.

Während Chemiedünger wie moderne Vitaminpräperate funktionieren und den Boden kurzfristig mit Nährstoffen überschwemmen, die schnell ausgespült werden oder im Grundwasser versickern, wirken organische Dünger auch durch die unterschiedliche Körnung nachhaltiger. Nach der Ausbringung startet unmerklich ein biologischer Prozess, bei dem Bodenlebewesen wie Würmer, Käfer, Asseln, Spinnentiere, Bakterien und Pilze mit der Zersetzung beginnen. Vorteilhaft bei der Wirkung dieser Düngemittel ist die Tatsache, dass die im Boden arbeitenden Organismen von den gleichen Umweltfaktoren wie Feuchtigkeit und Temperatur abhängig sind.

Das heisst, das „Angebot" ist im Allgemeinen dann am höchsten, wenn die „Nachfrage" am stärksten ist.Weitere Vorteile und Nachteile der beiden verschiedenen Düngemittel und Bodenhilfsstoffe haben wir für Sie kurz zusammengefasst:

Naturdünger Chemiedünger
Wirkung auf Bodenorganismen Förderung Schädigung
Schäden durch Überdüngung Nein Ja
Wirkung auf Bodenstruktur Förderung Schädigung
Wirkungszeitraum Sehr lang Kurz
Belastung des Grundwassers Nein Ja
Energieeinsatz bei Herstellung Äußerst gering Hoch
Gesundheitsrisiko für Kinder und Tiere Nein Ja
Förderung der Humusbildung Ja Nein
Ausschüttung von Nährstoff Normal Hoch
Speicherung im Boden Ja Nein
Krankheitsprophylaxe für Pflanzen Hoch Niedrig

Die Vorteile des Naturdüngers sind hier klar ersichtlich. Im Sinne der hochwertigen und nachhaltigeren Gartenpflege haben wir uns entschlossen, verstärkt den Einsatz von Bio-Düngern zu forcieren.

Unsere Amber-Experten sind seit Jahren mit diesem Sachgebiet vertraut und können Ihnen versichern: Ihr Garten wird es Ihnen mit einem schöneren Rasen, kräftigeren Pflanzen, weniger Schädlingsbefall, schönen Blüten und höherem Fruchtertrag danken! Ein etwas höherer Grundpreis pro Kilo rechnet sich bald, da Folgekosten, verursacht durch Pflanzenkrankheiten oder Totalausfälle im Bestand, minimiert werden. Der wohl ernährte Garten entwickelt sich deutlich positiver und somit steigt auch der Wert Ihrer Immobilie.

In Feldversuchen konnten wir mit Produkten der Firma Oscorna gute Erfahrung sammeln. Amber empfiehlt unter anderem:

  • Oscorna Rasaflor Rasendünger
  • Oscorna Rhododendrondünger
  • Oscorna Hornamon Gehölzdünger
  • Oscorna Wachstumsdünger Hornspäne
  • Oscorna Rosendünger sowie
  • Oscorna Bodenaktivator

Werden Sie zum aktiven Umweltschützer und investieren Sie auch im Bereich Düngemittel mit professioneller und nachhaltiger Gartenpflege langfristig in einen schönen und vor allem gesunden Garten! 


Haben Sie noch Fragen?
Gern beantworten wir Ihnen alle Fragen rund um die nachhaltige Gartenpflege. Schreiben Sie uns eine e-Mail oder rufen Sie uns an.

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Bonsai - Gartenkunst aus dem Pflanzgefäß

Ein Bonsai ist für viele Menschen nur ein zu klein geratener Baum. Doch wer anfängt, sich mit der fernöstlichen Gartenkunst zu beschäftigen, merkt schnell, dass der Bonsai etwas Besonderes ist. Es bedarf vieler Pflege und großer Geduld, um einen Bonsai-Baum "groß zu ziehen". Der Begriff "Bonsai" kommt aus dem Japanischen und setzt sich aus den Worten Bon (= Gefäß) und sai (= Pflanze) zusammen. Seinen Ursprung findet der Bonsai allerdings in China, wo man die Bonsai-Zucht als eine Art Kunst versteht, in der man eine Harmonie zwischen den Naturelementen und dem Menschen darstellen möchte. Hier repräsentiert meist ein Baum die Natur und die Schale in der er steht, steht für die Menschen. Im Gegensatz zu anderen Kunstwerken endet die Kunst des Bonsais niemals. Hinweise auf die ersten Bonsais gibt es schon vor 200 v. Chr. Durch buddhistische Mönche fand der Bonsai seinen Weg nach Japan und erst sehr viel später durch die Pariser Weltausstellung nach Europa.

Hier in Europa wird der Bonsai eher auf seine ästhetischen Aspekte reduziert. Für einen Bonsai werden traditionell Kiefer, Wacholder, Ahorn, Ulme und Fruchtbäume (z.B.: japanische Aprikose) verwendet. Europäische Gehölzarten wie Fichten und Buchen eignen sich auch für die Bonsai-Züchtung.

Der Vorteil der heimischen Arten ist, dass sie klimatisch angepasst sind. Trotzdem gilt, dass "Outdoor-Bonsais" vor starker Kälte geschützt werden müssen.

 Natürlich gibt es Bonsai-Bäume auch als "Indoor"-Variante. Allerdings ist die Aufzucht von Indoor-Bonsais problematisch, da die Gehölze andere Lebensbedingungen haben als normale Zimmerpflanzen. Sie brauchen viel Licht, eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 15-30°C. Diese Bedingungen findet man jedoch selten im Haushalt. 
Eine Ausnahme bilden lediglich die kleinblättrigen Arten der Gattung Ficus, welche sehr robust und im Vergleich pflegeleicht sind.

 Der Bonsai-Baum erhält sein typisches Miniaturaussehen durch regelmäßiges Beschneiden von Ästen und Wurzeln. Man verfährt nach der Methode: "Zurückschneiden und wachsen lassen". Auch durch die Verwendung von Spanndrähten kann die Form der Bonsais beeinflusst werden. Hierbei umwickelt man den Ast, den man formen möchte am Besten mit kupferüberzogenem Aluminiumdraht oder Kupferdraht und biegt den Ast vorsichtig in die gewünschte Form. Der Draht sollte nicht zu lange am Bonsai gelassen werden, da sich sonst "Gewindespuren" bilden.

Der Blattschnitt ist eine Methode um den Baum anzuregen, neue Triebe zu entwickeln. Sie fördert die Feinverzweigung und lässt kleinere Blätter entstehen. 
Um den Baum künstlich altern zu lassen, entrindet man den Stamm und Teile der Äste.
 Der Amber-Experten-Tipp: Weniger ist mehr, selten zurückschneiden und wenn, dann kräftiger, zurück bis auf das dritte Blatt des neuen Triebes. Der positive Nebeneffekt bei diesem Vorgehen ist, dass man sich aus den abgeschnittenen Trieben im Frühjahr Ableger ziehen kann. Ein wichtiger Bestandteil für einen Bonsai ist seine Schale (bzw. das Pflanzgefäß). Sie ist Teil des Gesamtkunstwerkes und wird passend zur Pflanzenart gewählt.
 Die Tatsache, dass der Bonsai-Baum in einem Pflanzgefäß aufgezogen wird, hat einige Maßnahmen in der Pflege zur Folge. Da der Boden nur begrenzt Nährstoffe liefern kann, ist Düngen und artgerechtes Gießen sehr wichtig.
 Bonsais bleiben nicht immer im selben Gefäß. Man kann sie durchaus verpflanzen oder wechselt zumindest die Erde nach einer gewissen Zeit aus, je nachdem wie groß der Bonsai ist. Dazu nimmt man die "Bäumchen" aus ihren Gefäßen und entfernt die Erde auch zwischen den Wurzeln, zur Not nimmt man dafür ein Stäbchen als Hilfsmittel. 
Anschließend schneidet man den Drehwuchs, das sind die Wurzeln, die sich an der Gefäßgrenze entlangwinden, zurück. Danach legt man wieder ein Drainagenetz über die Abtropf-Öffnungen des Gefäßes, setzt den Bonsai in eine untere Erdschicht, verdrahtet die Wurzeln am Gefäß und füllt abschließend die Erde wieder auf.

 Die Erde sollte spezielle Bonsai-Erde sein, die es mittlerweile fast in jedem Baumarkt/Pflanzenmarkt zu kaufen gibt.

Schädlinge sind ein Problem bei Bonsais, wenn man nicht weiß, wie man dagegen vorbeugt bzw. sie bekämpft. Viele Bonsai-Freunde stellen ihre Bäume in den warmen Monaten nach Draußen, um sie in der kalten Jahreszeit wieder zurück ins Zimmer zu holen. Dabei transportieren die Bäumchen oft Schädlinge mit in die Wohnung, die sich im trockenen warmen Raumklima prächtig weiterentwickeln können (z.B. Spinnmilben, Schildläuse).
 Daher empfiehlt es sich, ein schonendes Bekämpfungsmittel bei den Bonsais anzuwenden.

 Wer vorhat, sich einen Bonsai zuzulegen, sollte sich vorher gründlich informieren. Auch wenn der Bonsai meistens nicht sehr pflegeleicht ist, begeistert er jeden, der ihn sieht. Das ist die Pflege wert und macht vielen Bonsai-Besitzern große Freude.



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Die Mistel - ein Halbparasit?

Das Fest der Liebe, ein kleines Sträußchen über den Wohnungseingang und einem unbeschwerten Kuss steht nichts mehr im Wege. So war es zumindest bislang.

Nach der Miniermotte kommt nun die nächste Schreckensnachricht für alle, die um den Berliner Baumbestand besorgt sind. Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass die stets so positiv besetzte Mistel eigentlich ein Halbschmarotzer ist. Die bei uns heimische Weißbeerige Mistel (Fachbezeichung Viscum album), die gern in Laubbäumen nistet, hat inzwischen 20.000 bis 40.000 Berliner Bäume befallen. Und diese werden, früher oder später, daran zugrunde gehen.
Der Krankheitsverlauf ist dabei immer der Gleiche. Zuerst sterben Teile der Krone ab und anschließend bricht sie vollständig auseinander. Bislang ist kein einziger Fall bekannt in dem ein Baum eine Mistel aus eigener Kraft wieder losgeworden ist. Die Wurzeln der Mistel dringen in die Rinde des befallenen Baums ein und entziehen ihm gelöste Mineralsalze. Nach durchschnittlich 15 Jahren sterben die Bäume dann ab - ein Gegenmittel ist bislang nicht bekannt.

Bereits in der Kultur der alten Germanen galt der Parasit als Heilpflanze oder Glücksbringer und wurde bei kultischen Handlungen eingesetzt. Druiden nahmen sogar an, dass Götter die Misteln in die Baumkronen gestreut hätten. Also alles kein Problem und ein darwinsches Spiel des survival of the fittest? Mitnichten.
Die heutige Situation ist nicht mit der damaligen zu vergleichen. Vögel wie der Specht oder der Eichelhäher ernähren sich gerne von den weißen fleischigen Früchte der Mistel. Allerdings können sie die darin enthaltenen Samen nicht verdauen. Wenn dieses Ausscheidungsprodukt nun auf einer Linde, Robinie, Pappel, Ahorn oder Birke liegen bleibt, beginnt der Samen kurz darauf zu keimen. Die Zahl der befallenen Bäume hat sich seit den sechziger Jahren verzehntfacht, da die Anzahl der Überträger exorbitant anstieg.

Die Bezeichnung Halbschmarotzer verdankt der immergrüne Eindringling der Tatsache, da er bereits kurz nach dem Keimen mit der Photosynthese anfängt und daraus ein Großteil seiner Energie erhält. Trotzdem greift die Pflanze auch die Leitbahnen für die organischen Substanzen an und entzieht dem Wirt Nährstoffe. Ein verhängnisvoller Prozeß für den befallenen Baum.

Bislang gehen die Meinungen über die Thematik Parasit oder Halbparasit auseinander. Dies ist auch der Grund weshalb sich das Land Berlin - als das stärkstes betroffenes Bundesland - nicht sonderlich für den Sachverhalt interessiert. Es wird lediglich empfohlen stark geschädigte Partien entfernen zu lassen, bevor abbrechende Teile größere Schäden anrichten und sich die Mistel ungehindert ausbreiten kann.

Der Amber-Tipp:
Vermeiden Sie Schäden durch abbrechende Äste und werden Sie zum aktiven Umweltschützer. Ein Experte erkennt meist mit bloßem Auge abgestorbene Äste und Krankheitsbefall jeglicher Art an Bäumen.
Rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen kostenfreien Besichtigungstermin.


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Bäume sind die Großväter unserer Vegetation, da Sie mitunter mehrere hundert Jahren alt werden. Die Grannenkiefern in den White Mountains in Kalifornien gelten als die ältesten Bäume der Welt. Sie wachsen dort an der Baumgrenze und sind fast 5.000 Jahre alt. In Mitteleuropa werden die ältesten Bäume derzeit auf etwa 650 Jahre datiert.

Zwar gibt es auf der ganzen Welt eine kaum überschaubare Artenvielfalt, es dominieren aber je nach Region unterschiedliche Baumtypen. Ganze Länder werden durch bestimmte Arten geprägt, wie beispielsweise die Eiche und Buche in Deutschland, der Lebensbaum in Frankreich oder der sogenannte Affenbrotbaum in der afrikanischen Savanne.

Harthözer sind wie alle Lebewesen einem ständigen Wandel unterzogen, weshalb von ihnen auch eine gewisse Gefahr ausgeht. Jährlich werden Menschen und Tiere durch umstürzende Bäume oder heraus gebrochene Äste verletzt. Dabei entstehen Sachschäden in Millionenhöhe. Daher sollte man gerade in Zeiten zunehmender Extremwetterlagen, die eigenen Bäume besonders gut auf Schädigungen oder Krankheiten untersuchen und
sich im Zweifelsfall beraten lassen.
Schädigungen lassen sich in zwei Gruppen einteilen, die

  • Statischen Schädigungen an Ästen, Kronen oder dem ganzen Stamm durch Unwetter, Frostsprengungen, Sturmschäden oder Fehlwachstum. Die Beseitigung der Schäden muss durch Ast- bzw. – Kronenstützung, Auslichtung oder Verankerungen der Bäume mittels Stahlseilen erfolgen. Im schlimmsten Fall kann auch eine Baumfällung nötig sein.

und den

  • Biologischen Schädigungen, die oftmals mit den statischen einhergehen weil sich Insekten, Pilze und Parasiten an den geschwächten Stellen ansiedeln. Beispiele hierfür sind Pilzerkrankungen, Blattfraß, Insektenbefall wie z.B. Sitkaläuse bei Fichten, Miniermotte bei Kastanien, Blattläuse, Schildläuse und vieles mehr. Die Beseitigung der Schäden erfolgt mittels biologischer und chemischer Gegenmittel. Im Extremfall per Auslichtung oder Fällung.

Ein lautes Knacken, ein dumpfer Knall, gefolgt von einem schrillen Piepen einer Autoalarmanlage. Ein umstürzender Baum verursachte vor wenigen Tagen in der Nähe unseres Ladengeschäfts in der Pfalzburger Straße mehrere Blech- sowie zwei Totalschäden. Der Vorfall läßt sich in die erste Gruppe der statischen Schädigungen einordnen.
In den späten Abendstunden des 23. September 2008 stürzte ein 25 Meter hoher Baum ohne erkennbare äußere Einwirkung um und fiel auf die Fahrbahn. Er beschädigte zwei dort geparkte Autos stark sowie eine Hausfassade auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Personen kamen nicht zu Schaden.

Unser Amber-Tipp:
Nutzen Sie unsere Kompetenz in Baumfragen. Wir begleiten Sie Sach- und fachgerecht durch die stürmische Jahreszeit. Denn egal ob Erziehungs-, Erhaltungs- oder Verjüngungsschnitt, die Baum- und Heckenpflege im Winter bietet Ihnen viele Vorteile.

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Der Asiatische Marienkäfer - die rote Gefahr

Jeder kennt ihn, den freundlichen, schwarz gepunkteten Freund des Gärtners und Gartenbesitzers: den beliebten Siebenpunkt-Marienkäfer, Fachbezeichnung Coccinella septumpunctata. Seit Jahrhunderten unterstützt der Marienkäfer den Menschen tatkräftig bei der Hege und Pflege seiner Nutz- und Zierpflanzen. Und der fleißige Nützling nimmt seine Aufgabe ausgesprochen ernst - schon im Larvenstadium besinnt er sich auf seine wichtigste Aufgabe und verzehrt täglich bis zu 300 Blattläuse. Kein Wunder also, das der knallrote Sympathieträger 2006 einhellig zum "Insekt des Jahres" gewählt wurde.

Doch wer genau hinsieht erkennt, dass das einstige Idyll in ernster Gefahr ist. Der in Europa von Winzern zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingeführte Asiatische Marienkäfer, Fachbezeichnung Harmonia axyridis, taucht nämlich immer häufiger auch in deutschen Gärten auf.


Die mit bis zu 19 schwarzen Punkten gezeichneten Käfer können von fast vollständig orange bis fast schwarz gefärbt sein, je nach Ausprägung und Größe der Punkte. Typisch für die Gattung Harmonia ist die schwarze Zeichnung auf dem Halsschild. Normalerweise hellgelblich, wird der Halsschild mittig durch eine schwarze „M- oder W-förmige“ Zeichnung charakterisiert. Dieses Merkmal kann teilweise so stark ausgeprägt sein, dass der komplette mittlere Teil dunkel erscheint und die Seiten hell hervorstechen.

Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt sind alarmiert, da Sie befürchten, dass sich der robuste Eindringling aufgrund seiner hohen Vermehrungsrate noch weiter in ganz Europa ausbreiten wird. Langfristig werden durch das aggressive Auftreten von Harmonia axyridis einige der 80 in Deutschland bekannten Marienkäferarten verdrängt werden. Denn anders als seine einheimischen Artgenossen frisst der Asiatische Marienkäfer nicht nur Blattläuse, sondern auch die Larven der Gallmücke, konkurrierende Marienkäferarten und vieler anderer Nützlinge. Und geht im Herbst einmal die lebendige Beute aus, sind selbst Nutzpflanzen wie z.B. Weintrauben nicht mehr vor ihm sicher. Mit fatalen Folgen für die Winzer: schon zehn bei der Weinlese eingesammelte Käfer können den Geschmack von einem Liter Wein negativ beeinträchtigen.

Auch wenn der Eindringling aus Asien für den Menschen völlig ungefährlich ist, er überträgt keine Krankheiten, beißt und sticht nicht, kann er vor allem für Eigenheimbesitzer zu einer Plage werden. Im Gegensatz zum Siebenpunkt-Marienkäfer bildet der Asiatische Marienkäfer große Schwärme und überwintert am liebsten in trockenen Gebäudeteilen, Häusern und Dachstühlen.

Unser Amber-Tipp:
Wenn sich der Asiatische Marienkäfer in Ihrem Haus eingenistet hat, ist schnelles Handeln gefragt. Je nach Größe des Schwarms empfiehlt sich hier der Einsatz eines Staubsaugers, mit dessen Hilfe Sie die Käfer schnell und effektiv beseitigen können. Um die Insekten jedoch auf Dauer los zu werden sollten sie anschließend eingefroren werden. Bei sehr starkem Befall oder zu großen Schwärmen sollte auf jeden Fall die Hilfe eines Spezialisten in Anspruch genommen werden.

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Der Architektentrost

Nicht allzu lang ist es her, dass sich Berlins regierender Bürgermeister abwertend zum jüngsten "Ort der Hässlichkeit", dem Alexa am Alexanderplatz, äußerte. Doch es gibt Abhilfe, denn nicht umsonst wird der Schlingknöterich auch "Architektentrost" genannt und erfreut sich in der Zunft der Städte- und Häuserplaner großer Beliebtheit.

Der Knöterich stammt ursprünglich aus Tadschikistan. Über Rumänien, Mitteleuropa und Österreich fand er dann seinen Weg nach Deutschland. Es kursieren unterschiedlichste botanische Fachbezeichnungen für die Schlingpflanze. Dies hat geschichtliche Ursachen da jeder Botaniker, der die Pflanze beschrieb, ihr einen neuen Namen gab. Verbreitet sind unter anderem Polygonum baldschuanicum, Polygonum aubertii, Polygonum baldschuanicum, Polygonum aubertii, Bilderdykia, Fallopia. In Deutschland ist er jedoch überwiegend als Schlingknöterich bekannt. Diesen Namen verdankt er den knotenförmigen Verdickungen am alten Holz und seiner Schlingfreude.

Durch sein dichtes Gezweig bietet er eine sichere Niststätte für verschiedenste Vögel und stellt einen idealen Ort für sämtliches Kleingetier das kreucht und fleucht dar. Im Gegensatz zum Efeu, grünt der Knöterich nur bis November und verliert im Winter alle Blätter. Im Frühling bietet er jedoch ein regelrechtes Meer an filigranen weißen Blüten und wächst buschig am Medium.

Er ist der Star unter den Kletterpflanzen. Hat der "Traum" erst einmal Wurzeln gefasst, folgt ein mitunter rasantes vertikales Wachstum von bis zu neun Metern im Jahr. In Fachkreisen wird auch von Wucherung gesprochen. Der Pflanze fehlen allerdings, anders als beim Efeu, die sogenannten Haftwurzeln. Daher ist es ihr nicht möglich aus eigener Kraft in die Höhe zu schießen. Erforderlich hierfür sind Hilfen wie beispielsweise Fassaden, Rohre oder spezielle Holzgestelle.  Die Hilfskonstruktionen können sich problemlos auch auf sonnenabgewanten Seiten befinden.
Zu beachten ist, dass der Schlinger nach wenigen Jahren dutzende Kubikmeter Volumen umfasst und hunderte von Kilo schwer werden kann.
Hat man der Pflanze erstmal ein  Stückchen Erde gegönnt, ist an eine erfgolgreiche Zähmung des Wilden kaum zu denken. Selbst gegen brutalstes Beschneiden ist er so gut wie resistent. Zweige oder Kronen von Bäumen, wie Fichte oder Ahorn, können unter Last des Klettermeisters abbrechen oder der gesamte Baum wird regelrecht erstickt. Die Pflanze kann in Erdnähe durch die permanente Spannung der Gehölze Kleintieren zum Verhängnis werden, auf dem Weg nach oben fingerdicke Stahlseile aus ihren Fassungen sprengen und im oberen Bereich sogar Dachziegel und ganze Regenrinnen auseinander stemmen.

Möglicherweise nicht unbedingt die schlechteste Alternative für den rosa Klotz am Alexanderplatz.

Unser Amber Tipp:

Häuserbegrünung muss wohl überdacht sein. Gerne geben wir Ihnen einen individuellen Überblick über die Möglichkeiten zur Begrünung ungeliebter Häuserfassaden. Auch zurregelmäßigen Beschneidung ihrer Schling- und Kletterpflanzen stehen Ihnen unsere geschulten Amber-Experten stets tatkräftig zur Verfügung.

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Miniermotten-Alarm

Dass die Natur inzwischen immer verrückter spielt, wird am nasskalten Endsommer und den sehr warmen Oktobertagen deutlich. Diese Mischung versetzt Flora und Fauna unter Stress. Die Rhododendren und Kirschbäume, aber auch die Rosskastanie haben sich bereits im späten Sommer winterfertig gemacht, um nun erneut, geweckt durch das Klima, vereinzelt neu auszublühen. Das kostet die Pflanzen wertvolle Energie, die sie eigentlich für die Überwinterung und Abwehr von Parasiten benötigen.

Sie kann einem nur leid tun – die Rosskastanie.
Wegen des milden Winters und des trockenheißen Frühlings schlüpften dieses Jahr besonders viele Larven der sogenannten Balken-Miniermotte [Fachbezeichnung: Cameraria ohridella]. Diese Falterart wird nur etwa fünf Millimeter groß und besitzt lange schwarz-weiß geringelte Fühler, sowie drei weiße Querbänder auf den Vorderflügeln. Charakteristisch und typisch für diese Art ist der federartige Hinterflügel.

Die aus der Familie der Kleinschmetterlinge stammende Motte ist ursprünglich nicht heimisch in Europa. Sie wurde erstmalig 1994 in Österreich nachgewiesen und verbreitet sich seit dem mit rasender Geschwindigkeit, da sie nur wenige natürliche Feinde hat.
Das Minierweibchen legt drei Mal im Jahr [Mai, Juli und September] etwa zwanzig weiße Eier auf die Blattoberseite der Kastanie, wobei die letzte Generation überwintert. Im Larvenstadium minieren sie dabei einen Minen-Gang von ein bis zwei Millimeter in das Blatt. Dieser wird anschließend zu einem kreisrunden Gebilde ausgebaut. Dabei entzieht der Parasit den Blattzellen Nährstoffe, wodurch es zur Braunfärbung kommt und die Blätter bereits im Sommer langsam welken.
Im Endstadium kann eine Mine bis zu 40 Millimeter groß werden und bei starkem Befall sogar geteilt werden. Im Anschluss beginnt – wie von Falterarten gewohnt – das Einpuppen und die Puppenruhe, die im Sommer 12 bis 16 Tage dauert, im Winter allerdings bis zu sechs Monate anhalten kann.

Bislang ist zwar weder in Österreich noch in Deutschland ein Fall bekannt bei dem eine Rosskastanie durch Miniermotten-Befall starb, die Gefahr steigt jedoch, deshalb empfehlen wir :

Unser Amber-Tipp:
Beseitigen sie ganzjährige das Laub der Rosskastanie und vernichten sie es, sodass die Puppen nicht überwintern können.
Im Gegensatz zum Laub verrotten die extrem resistenten Motten nicht. Somit reicht eine einfache Kompostierung nicht aus.
Da in Berlin das Verbrennen von Laub verboten ist, sind spezielle Säcke der BSR besser zur Laubbeseitigung geeignet. Diese können Sie gegen eine Schutzgebühr erwerben.

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Mysterium Gehölzschnitt

Jedes Jahr aufs Neue ist es notwendig, Hecken, Sträucher und einige Bäume im Garten zu beschneiden. Warum? Weil wir etwas von den Pflanzen erwarten: Ästhetisches Aussehen, maximalen Fruchtertrag, Vitalität und dichten Wuchs.

Alle Pflanzen die holzige Teile ausbilden gelten als Gehölze. Dazu gehören Bäume, Sträucher, Halbsträucher und einige verholzende Stauden. Das Gegenstück dazu stellen die krautigen Pflanzen dar. Diese sind ein- oder zweijährige Pflanzen oder mehrfach wiederkehrende Stauden. Die Grenzen zwischen diesen Unterteilungen sind teilweise ein wenig fließend, können im Alltag jedoch gut durch den Fachmann definiert werden.

Stauden und einjährige Pflanzen werden aus optischen Gründen im Herbst nach ihrem erfrieren, jedoch spätestens im Frühjahr auf Bodenniveau runter geschnitten. Zweijährige Stauden sind relativ selten und bedürfen einer speziellen Behandlung. Sie sollten teilweise nicht komplett runter geschnitten werden. Verholzende Stauden sind in der Regel Bodendecker, welche nach Bedarf zurückgeschnitten werden um als Erscheinungsbild eine dichte Bodendeckerfläche zu erzeugen. Der wirklich wichtige Part stellt der Strauchschnitt dar.

Unter den Schnittarten gibt es vier große Unterteilungen:

  • Der Erziehungsschnitt findet noch in der Baumschule oder einige Monate nach einem Verjüngungsschnitt statt.
    Es wird eine möglichst dichte Verzweigung -schon von Wurzelballen aufwärts- und ein gezielt positives Erscheinungsbild des Strauches angestrebt.
  • Den Erhaltungsschnitt dient der Pflege des Strauches
    Er ist der wirtschaftlichste von allen, da er kaum Aufwand bedarf, über längere Zeit wirkt und keine harten Schnitte erfordert. Ähnlich der Prophylaxe beim Zahnarzt.
  • Den Verjüngungsschnitt wird bei nicht konsequenter Pflege des Strauchs fällig.
    Ziel ist es Defizite aus vergangenen Tagen wieder auszugleichen. Dieser fällt meißt relativ radikal aus, was die Notwendigkeit eines versäumten Erhaltungsschnittes -meist zu spät- deutlich macht.
  • Den Pflanzschnitt
    Der Pflanzschnitt ist eine Maßnahme um einer gerade verpflanzten Pflanze ohne Topf(Ballenware) das Anwachsen zu erleichtern und um Ausfälle zu reduzieren. Hierbei wird gezielt Verdunstungsoberfläche der Pflanze -welche jedes Blatt darstellt- entfernt und teilweise sogar ganze Pflanzen komplett mechanisch entlaubt.

Der Formschnitt, auch Heckenschnitt, steht bei allen vier Schnittmaßnahmen ein wenig außen vor. Er erfolgt oftmals über Jahrzehnte in der gleichen oder sehr ähnlichen Ausführung. Hierbei geht es lediglich darum die Form zu bewahren oder neue Formen zu erschaffen Es exisitieren nur wenige Sträucher die diesen rapiden Eingriff auf Dauer und teilweise mehrfach pro Jahr mit sich machen lassen.
Die Beachtung der Versorgung aller Pflanzenteile mit Licht sehr wichtig. Deshalb sollten Hecken und andere Formgehölze immer leicht konisch aufgebaut werden und dementsprechend geschnitten werden um dichte Oberflächen zu gewährleisten, welche möglichst viel Licht absorbieren können.
Geeignete Pflanzengattungen unseres Breitengrades sind unter anderem: Thuja, Taxus, Chamaecyparis,Cupressocyparis, Ligustrum, Buxus, Juniperus, Carpinus,Ilex, Prunus, Rosa, Viburnum, Picea und Spiraea sowie Phyllostachys.

Unser Amber-Tipp:
Der Schnitt im Garten ist definitiv eine Wissenschaft für sich,  jedoch nicht unergründlich...  Ihre Experten beraten Sie jederzeit und gern.

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Papaver - Die Pionierpflanze

Seit Anfang Juni sieht man ihn wieder überall - bei der Fahrt übers Land aber auch teilweise versteckt im innerstädtischen Biotop. Den Mohn, Fachbezeichnung Papaver, gilt als eine der weltweit wichtigsten domestizierten Pflanzen, und dass nicht nur wegen seines, zur heutigen negativen Berühmtheit verhelfenden Bruders, dem Schlafmohn (Papaver somniferum).

Die durchweg in leuchtendem rot erblühenden Pflanzen des bei uns besonders häufig anzutreffenden Klatschmohns (Papaver rhoeas) kennzeichnen seit jeher den Beginn des Frühsommers und inspirierten unter anderem den französischen Impressionisten Claude Monet zu seinem weltberühmten Meisterwerk Mohnfeld bei Argenteuil.

Mohn wächst bevorzugt auf sandigen bis lehmhaltigen Böden und gehört zu den Pionierpflanzen an Ackerrändern, auf Ödland und Böschungen. Die Pflanze führt einen weißen oder gelben Milchsaft, der giftige Alkaloide enthält. Die Farbe der, mitunter bis zu sechs, Hauptblätter kann je nach Art von weiß (Schlafmohn), hellviolettblau bis leuchtend orangerot variieren.
Mohn bildet Kapselfrüchte und verfügt über keinen Griffel. Nach der Bestäubung durch Insekten werden Samenkapseln mit vielen Samenkörnern gebildet . Eine in nur wenigen Pflanzengattungen verbreitete Art der Fortpflanzung. Neigt sich der Stängel – manche Arten unterstützen dies, indem der Stängel mit einem Knick abtrocknet - durch Wind oder Berührung, fallen die Samen aus den Poren wie aus einem Salzstreuer.

Mohn gilt als Nationalblume der Republik Polen. Unter anderem ist daher auch die Sorte Mieszko nach dem gleichnamigen polnischen Fürsten aus dem 10. Jahrhundert benannt.

Unser Amber-Tipp:
Als Zierpflanze eignet sich besonders der Türkische Mohn (Papaver orientales).

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Rhododendren blühen wieder

Rhododendren sind überwiegend immergrüne Sträucher, es existieren aber auch laubwerfende Arten und sogar Bäume. Das klassische Verbreitungsgebiet reicht von der Meeresküste bis in die Hochgebirge sowie von den Tropen bis in die Tundra.
Die in Deutschland heimischen Arten wurzeln sehr flach, erreichen im Wuchs selten über 120 cm Höhe und benötigen unbedingt saure Böden, wie sie in den oft dünnen Humusauflagen auf kalk- bzw. dolomithaltigen Böden zu finden sind.

Der Amber-Tip:
Brechen Sie die Blüten Ihrer Rhododendren sofort nach dem Verwelken vorsichtig aus den Fassungen. So verhindern Sie das Ausreifen der Samenstände und die Pflanze spart Energie, die im folgenden Jahr wiederum in eine prächtige Blütenbildung investiert wird.

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